Über die AIIC

Association Internationale des Interprètes de Conférence - der internationale Konferenzdolmetscherverband

Das Konferenzdolmetschen hat sich erst in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zu dem Berufsbild entwickelt, das wir heute kennen. In dieser Zeit entstanden viele internationale Organisationen, die eine neue Dolmetschtechnik erforderten. Der Durchbruch kam mit dem Einsatz des Simultandolmetschens während der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse in den Jahren 1945 bis 1946. Ein wahres Mammutverfahren – möglich nur dank der in Nürnberg erstmals eingesetzten Simultandolmetscher für die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch. Seither ist das Konferenzdolmetschen eine eigenständige, organisierte Profession mit anerkanntem Status und eigenem Kodex.

 

Wann wurde die AIIC gegründet?

Im Zuge dieser Entwicklungen wurde 1953 der Internationale Konferenzdolmetscherverband AIIC (Association Internationale des Interprètes de Conférence) mit Sitz in Genf gegründet. Heute umfasst der Verband 3.000 Mitglieder in über 100 Ländern. Allein in Deutschland sind über 300 Konferenzdolmetscher der verschiedensten Sprachrichtungen Mitglieder der AIIC. Diese dolmetschen unter anderem in der Wirtschaft und Politik, bei Gerichtsverhandlungen, für die Medien und internationale Organisationen. Der Verband ist außerdem zentraler Ansprechpartner vieler internationaler Organisationen (z. B. der Europäischen Union, der NATO, der Interpol, der Weltbank, den Vereinten Nationen und vielen anderen) und handelt optimale  Arbeitsbedingungen für Dolmetscher aus.

 

Wer wird in die AIIC aufgenommen?

Ein strenges Aufnahmeverfahren nach dem Peer-Review-Prinzip garantiert die Qualität des Dolmetschens sowie eine professionelle Arbeitsweise. Eine AIIC-Mitgliedschaft ist erst nach mehrjähriger Berufserfahrung möglich und setzt die Anerkennung der strengen Regeln zur Berufsethik und der beruflichen Standards voraus. Dieser Kodex schützt die Interessen aller an internationalen Veranstaltungen beteiligten Parteien und sichert die Wahrung des Berufsgeheimnisses.

 

Warum sollten Sie einen AIIC-Konferenzdolmetscher buchen?

Konferenzdolmetscher – umgangssprachlich auch „Simultanübersetzer“ genannt – tragen eine große Verantwortung. Von Dolmetschern wird ein Höchstmaß an Präzision und Zuverlässigkeit erwartet. Egal ob beim G7-Gipfel, bei Presse- und Analystenkonferenzen oder Verhandlungen vor dem Patentgericht: Beim Dolmetschen kommt es ebenso auf die unterschiedlichen Kontexte des Gesagten wie auf die präzise Wortwahl an. Ein reines Beherrschen der jeweiligen Fachterminologie ist nicht ausreichend. Darüber hinaus müssen Konferenzdolmetscher sich auch gründliche Kenntnisse über die Spezifika und gegenwärtige Situation der jeweiligen Branche aneignen. Nur so können sie den hohen Ansprüchen internationaler Fachkongresse gerecht werden. AIIC-Dolmetscher bringen diese Qualitäten nachweislich mit.

 

Der Trend zu rein englischsprachigen Veranstaltungen hat sich verstärkt. Etliche deutsche und europäische Unternehmen haben Englisch inzwischen als ‚Corporate Language‘ eingeführt. Darunter leiden stellenweise die Qualität und das Ausmaß der Verständigung. Auch deshalb werden weiterhin AIIC-Konferenzdolmetscher von internationalen Konzernen gebucht, damit die Kommunikation im interkulturellen Kontext reibungslos funktioniert, beispielsweise bei Vertriebstagungen, Mitarbeiterschulungen, Fachkongressen, Bilanzpressekonferenzen oder Gesellschafter- und Hauptversammlungen.